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Ewald Straßer bleibt SPD-Kreisvorsitzender

PNP 28.04.2015

Neuwahlen bestätigen Vorstandschaft im Amt – Kritik an Koalitionspartner: Mindestlohn ist Erfolgsprojekt

JHV201415

Osterhofen. Mit der Wiederwahl ihrer Vorstandschaft setzen die Genossen im Landkreis auf Bewährtes und fordern auf, dem Einsatz für der Menschen Grundwerte zum Leben treu zu bleiben.
Der SPD-Kreisverband hat sich am Samstag im Gasthaus Gerstl zur Jahreshauptversammlung getroffen. Kritik am Koalitionspartner übten dabei MdB Rita Hagl-Kehl und ihre Vorgängerin im Bundestag Bruni Irber in Bezug auf den Mindestlohn. Unangebracht sei das Hick-Hack um die Einführung, über die in Ausschüssen und Gremien umfangreich beraten, die mit dem Koalitionspartner abgestimmt und dem Gesetzgeber zur Vorlage gebracht worden sei. Nach dem Inkrafttreten versuche man nun mit Störfeuer, das SPD-Erfolgsprojekt zu torpedieren. Der Versuch, den Gesetzentwurf zu kippen, sei nutzlos und zeige, in wie weit das soziale Gewissen der Unternehmen für den Arbeitnehmer reiche, um gerechte eine Entlohnung und Rente zu gewähren, argumentierte Hagl-Kehl.
Kreisvorsitzender Ewald Straßer hieß die gut besuchte Kreisversammlung und ihre Ehrengäste willkommen. Mit einer Gedenkminute gedachten die Delegierten ihrer verstorbenen Mitgliedschaft bevor Osterhofens 2. Bürgermeister und SPD-Ortsvorsitzender Thomas Etschmann mit Daten, Planungen und Vorhaben aus der Kommune aufwartete. Positive Betrachtung schenkte er der 100 Tage Mindestlohn-Einführung, die keine steigende Arbeitslosigkeit wie von der Koalition angeführt mit sich brachte, sondern für etwas mehr Gerechtigkeit sorge. Aberwitzig aber sei die unsägliche Flüchtlingsgeschichte, die sich die EU in ihren Beschlüssen leiste und daher mit Negativmeinungen überschüttet werde.
Stellvertretender Landrat Eugen Gegenfurtner schloss sich der Meinung von Etschmann an und beschränkte sich in seinem Grußwort auf die „Fair Future Benefizveranstaltung“ am Robert Koch Gymnasium, bei der die SPD Fraktion als stärkstes politisches Gebilde zugegen war und den Schulen im Landkreis Gehör schenkte. Kreistagsfraktionssprecher Bernhard Feuerecker sprach den Haushalt im Kreis-Finanzplan an, dessen Maßnahmen von der Kreisumlage getragen, von den Gemeinden jedoch nur bedingt der finanziellen Beanspruchung zugeführt werden sollen.
MdB Rita Hagl-Kehls Ausführungen befassten sich mit nötigen Verkehrsanbindungen und deren Ausbau in Niederbayern, der Verbesserung der ländlichen Infrastruktur und seiner Landwirtschaft, die der Landflucht Einhalt gewähren soll. Ein besonderer Appell erging hierbei an das soziale Gewissen in BRD und EU: Die Abgeordnete forderte ein Umdenken in den Flüchtlingsfragen, um das Gesellschaftsproblem verträglich zu lösen. Erinnern sollte man sich hierbei an die Flüchtlingsströme nach dem 2. Weltkrieg, als Millionen Menschen im Land integriert wurden und am Aufbau des Landes maßgeblichen Anteil hatten. Zudem braucht die Überalterung der BRD junge Menschen für die Zukunft.
Kassier Robert Kröll gab Auskunft über die Kreiskassenlage der SPD. Diese befanden die Revisoren für in Ordnung, worauf Entlastung erteilt wurde. Die Leitung der Neuwahlen übernahm Christine Schrock. Sie konnte nach erfolgter Abstimmung folgende Kreisvorstandschaft benennen: 1. Vorsitzender Ewald Straßer. Er wird von Bernhard Feuerecker und Inge Slowik vertreten. Die Kasse führt Robert Kröll, das Schriftliche erledigt Inge Slowik.
Zu Beisitzern wurden Richard Anzenberger, Edith Auerhammer-Bergs, Michael Baumgartner, Eugen Gegenfurtner, Willi Haban, Franz Heitzer, Bruni Irber, Ludwig Kandler jun, Sabine Liebhaber, Matthias Meier, Thomas Müller, Franz Ninding, Herbert Petrilak-Weissfeld, Erich Schmidt, Dr. Roman Staudinger, Gerhard Weber, Waltraud Wenig und Peter Wolf berufen. Die Arbeitsgemeinschaften ASF führen Inge Slowik, 60plus Ambros Pronold. Revisoren sind Johann Irber und Jochen Seidl. – as

SPD Kreisverband Deggendorf im SPD-Bezirksvorstand stark vertreten

Beim ordentlichen Bezirksparteitag der niederbayerischen Sozialdemokraten mit Neuwahlen am vergangenen Samstag in Ergolding wurde Kreisvorsitzender Ewald Straßer als Mitglied des Bezirksvorstandes bestätigt, Kreiskassier Robert Kröll und die stellv. Kreisvorsitzende Inge Slowik wurden ebenso in den Bezirksvorstand gewählt. Somit haben die drei Kommunalpolitiker/Innen einen festen Sitz im Bezirksvorstand der Sozialdemokraten in Niederbayern.

2015-03-14   Bezirksparteitag

Florian Pronold MdB, Herbert Petrilak-Weissfeld, Inge Slowik, Rita Hagl-Kehl MdB, Robert Kröll, Ewald Straßer, Ruth Müller MdL, Christian Flisek MdB, Dr. Olav Sommerfeld

SPD verabschiedet verdiente Kreisräte

Osterhofener Zeitung 10.07.2014

Dank an Ambros Pronold und Ludwig Kandler bei Fraktionstreffen im Vilstal

Verabschiedung Kreisräte II

Galgweis. Im Rahmen einer Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion am Sonntag im Landgasthof Hötzl hat Bürgermeister Bernhard Feuerecker aus Künzing als Fraktionssprecher die ausgeschiedenen Kreistagsmitglieder Ludwig Kandler und Ambros Pronold verabschiedet. Besonders begrüßte Feuerecker in dieser Runde den Landesvorsitzenden der Bayern-SPD und parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold, 3. Landrat Eugen Gegenfurtner, Bürgermeister Josef Streicher, 2. Bürgermeister Thomas Etschmann sowie Kreisvorsitzenden Ewald Straßer.
In seiner Dankesrede erinnerte Feuerecker an die jahrzehntelange Mitarbeit von Ludwig Kandler und Ambros Pronold im Kreistag des Landkreises Deggendorf und die zahlreichen Verdienste der beiden durchaus streitbaren, aber stets geachteten Kollegen. Der Fraktionssprecher äußerte auch den Wunsch, dass die Beiden mit ihren reichen Erfahrungen den jüngeren Kreistagsmitgliedern weiterhin beratend zur Seite stehen.
Ambros Pronold bedankte sich auch im Namen von Ludwig Kandler für die ehrenden Worte und erinnerte an einige Auseinandersetzungen in den vergangenen Kreistagsperioden. Landesvorsitzender Florian Pronold dankte Ludwig Kandler, der sich über Jahrzehnte große Verdienste für seine Gemeinde und den Landkreis erworben habe. Pronold stellte auch fest, dass es für einen Sohn schwierig sei, seinen eigenen Vater zu loben. Für ihn bleibe unvergessen, wie sein Vater ihn seit früher Kindheit an politische Themen heranführte, ohne ihn zum Eintritt in die SPD zu drängen. – oz

SPD-Kreisverband nimmt Stellung zur Situation auf der A3

Bei der jüngsten Vorstandssitzung des SPD Kreisverbandes Deggendorf in Schöllnach hat Kreisvorsitzender Ewald Straßer auf die Problematik der A3 zwischen Regensburg und Passau hingewiesen.

„Auf dieser Autobahn herrscht Krieg – 2014 schon 300 Unfälle“, titelte bereits die Passauer Neue Presse, bemerkenswerte Verstöße hat die Polizei bei erneuten Verkehrskontrollen auf der A3 festgestellt. Kontrolliert wird nun verstärkt, außerdem hat die Polizei zwischen Deggendorf und Passau bereits vermehrt Abstandsmessungen durchgeführt.

Der SPD Kreisverband spricht sich vehement für ein festes Tempolimit von 130km/h aus und plädiert für ein ganzjähriges LKW-Überholverbot. Ferner sollten dauerhafte Kontrollen mit Geschwindigkeits-und Abstandsmessungen in beiden Richtungen durchgeführt werden. In einigen Regionen Deutschland´s werfen sogar speziell ausgerüstete Fahrzeuge einen Blick in die Führerhäuser von Lkws – um zu kontrollieren, ob deren Augenmerk auch wirklich auf die Verkehrssituation gerichtet ist. Nichts ist geeigneter, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, war sich die SPD-Kreisvorstandschaft einig. „Der stark gestiegene Lkw-Verkehr und insbesondere die „Elefantenrennen“ haben dazu geführt, dass seit einigen Jahren ohnehin über ein generelles Lkw-Überholverbot diskutiert wird“, so Kreisvorsitzender Ewald Straßer. Was den Verkehrslärm für unsere an der Autobahn liegenden Kommunen betrifft, kann ein Flüsterbelag zumindest Linderung herbeiführen.

Straßer hat sich nun an die Bundestagsabgeordneten Staatssekretär Florian Pronold und Rita Hagl-Kehl gewandt und um Unterstützung gebeten.

 

Der SPD-Kreisverband gratuliert

Der SPD-Kreisverband gratuliert Eugen Gegenfurtner sehr herzlich zur Wahl zum stellvertretenden Landrat. In der konstituierenden Sitzung des Kreistags sprach sich die klare Mehrheit des Gremiums für Eugen Gegenfurtner als einen der Stellvertreter des Landrates aus. Landrat aus.

„Eugen Gegenfurtner ist ein äußert versierter und erfahrener Kommunalpolitiker, der mit seiner konzentrierten Art und seiner hohen Sachkenntnis fraktionsübergreifend geschätzt wird“, sagt Kreisvorsitzender Ewald Straßer. „Ich bin sicher, dass er in den kommenden sechs Jahren einen wichtigen Anteil an der konstruktiven Zusammenarbeit aller Fraktionen beitragen wird.“

Die SPD-Kreistagsfraktion votierte vorab einstimmig dafür, Eugen Gegenfurtner ins Rennen um das Amt des stellvertretenden Landrat zu schicken.

Wir sagen Danke

Vielen Dank für Ihre Stimmen und Ihre Unterstützung zur Kreistagswahl.

Wir werden uns weiterhin für die Belange der Menschen in unserer Heimat einsetzen.

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Ihre Kreisräte für den Landkreis Deggendorf :

1. Bruni Irber

2. EugenGegenfurtner

3. Bernhard Feuerecker

4. Thomas Etschmann

5. Ewald Straßer

6. Roman Staudinger

7. Karlheinz Hierzegger

8. Josef Streicher

9. Georg Weiß

10. Florian Pronold

 

 

 

 

Unser Wahlflyer

(klick) alles auf einen Blick

Unsere Kandidaten zur Kommunalwahl / Kreistag 2014 (klick) alle auf einen Blick

Antrag der SPD Kreistagsfraktion

Sehr geehrter Herr Landrat,

lieber Christian,

die Konsequenz aus der Flutkatastrophe 2013 muss eine möglichst schnelle Umsetzung des Hochwasserschutzes an der Donau und der Isar sein. Um die Probleme nicht immer weiter stromabwärts weiterzureichen ist es notwendig Retentionsräume und Polderflächen zu schaffen. Allein der Polder in Steinkirchen soll ein Fassungsvermögen von ca. 20 mio. Kubikmetern aufweisen.

Wenn diese technisch notwendige und richtige Vorgehensweise bei uns im Landkreis angewandt wird, dann müssen wir die gleiche Vorgehensweise auch von den Oberliegern einfordern. Die Polder an der Öberauer Schleife wurden von 12 mio. Kubikmetern auf 9 mio. Kubikmeter verkleinert. Derzeit wird diskutiert, dass im Regensburger Bereich Retentionsräume weiter reduziert bzw. nicht geschaffen werden sollen. Die Ermöglichung von Industrie- und Gewerbegebieten am Oberlauf darf nicht zu Reduzierung von dringend notwendigen Retentionsflächen führen. Auch bei uns im Landkreis Deggendorf gibt es ja massive Einschränkungen bzgl. der Ausweisung von Baugebieten in überschwemmungsgefährdeten Gebieten bzw. in Polderflächen.

Der Kreistag möge beschließen:

Der Landkreis Deggendorf setzt sich für eine schnellstmögliche Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen ein. Der Landkreis Deggendorf setzt sich im Verfahren für den Erhalt der vorhandenen Retention- und Polderflächen im Oberlauf ein.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Feuerecker

Er soll das Ruder herumreißen

08.07.2013 Donau Anzeiger

Spitzenkandidat Christian Ude ließ bei politischer Kundgebung Dampf ab

 Ude Thundorf

 

Thundorf. (ls) Weil in Bayern einiges aus dem Gleichgewicht geraten sei und es eines Tapetenwechsels bedürfe, setzt Bayerns SPD alle Hoffnungen in Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Er soll das Ruder bis zur Landtagswahl im September herumzureißen und Horst Seehofer als Ministerpräsident ablösen. Vor allem darüber, was ihm politisch nicht gefällt, ließ der 65-Jährige bei der politischen Kundgebung am Freitagabend im Festzelt der Thundorfer Feuerwehr gehörig Dampf ab. Doch nicht nur dies, ein großes Thema war auch die Hochwasserkatastrophe im Landkreis Deggendorf sowie in Passau. Zum Auftakt der Festlichkeiten mit Bänderweihe war es der Feuerwehr Thundorf, insbesondere dem 1. Vorsitzenden Josef Hanus, eine besondere Ehre Münchens Oberbürgermeister und Spitzenkandidat der Bayern-SPD Christian Ude im Festzelt begrüßen zu dürfen. „Münchens oberster Feuerwehrmann“ Christian Ude eröffnete das 125-jährige Gründungsfest mit einer sehr beeindruckenden politischen Kundgebung. Doch zuvor zog die „rote“ Politprominenz, angeführt von der Niederalteicher Klarinettenmusi, in das sehr gut besuchte Bierzelt bei der Tennisanlage ein und der niederbayerische SPD-Bezirksvorsitzende Christian Flisek richtete ein paar Worte an die Thundorfer Feuerwehrkameraden. Flisek, der neben OB Christian Ude, auch den SPD-Landesvorsitzenden MdB Florian Pronold, Landtagskandidat und Kreisvorsitzenden Ewald Straßer, MdL Reinhold Perlak, Unterbezirksvorsitzende und Bundestagskandidatin Rita Hagl-Kehl, Bezirksrätin Gudrun Peters, die Landtagskandidaten Marion Winter, Dr. Bernd Vilsmeier, Peter Stranninger, Bürgermeister Bernhard Feuerecker (Künzing), den Juso-Kreisvorsitzenden und SPD-Zweitstimmenkandidaten für die Landtagswahl Manuel Dull sowie den 2. Bürgermeister Thomas Etschmann begrüßte, sagte eingangs, dass die Feuerwehr Thundorf allen Grund zu feiern habe. „Sie feiern nicht nur das langjährige Bestehen von der segensreichen Feuerwehr, sondern Sie feiern auch Tradition, die damit verbunden ist ist. Sie feiern das freiwillige Ehrenamt und Sie feiern die kameradschaftliche, die menschliche Verbundenheit. Wie wichtig dieses Ehrenamt und die Verbundenheit der Menschen sein kann, das haben wir erst vor wenigen Wochen bei der Flutkatastrophe erlebt“, so Flisek, und auch er hat als Bewohner von Passaus Altstadt die Katastrophe hautnah mitbekommen, weiß daher, wovon er redet. Es war eine Flutkatastrophe, so Flisek, „deren Ausmaße sich niemand erwartet und vorstellen hatte können. Deren schlimme Folgen werden noch lange nachwirken“, meinte der Bezirksvorsitzende. „Zeiten der Not sind auch Zeiten der Bewährung. Was wäre vielleicht noch viel Schlimmeres passiert, wenn es die Feuerwehren nicht gegeben hätte“, fragte er weiter. „Sie sind die Helferinnen und Helfer vor Ort. Sie haben das Material, die Gerätschaften und vor allem das Know-How. Sie sind die ersten Ansprechpartner, wenn es um die schnelle Hilfe vor Ort geht.“ Das gleiche gelte auch für die unzähligen Freiwilligen, die einfach angepackt haben. Auf diesen Zusammenhalt, die Tatkraft und die Hilfsbereitschaft und Solidarität könne man stolz sein, und nun während der Festtage würdevoll feiern. Doch müsse sich die Politik, neben der reibungslosen Soforthilfe auf eine weitere schnelle, unbürokratische und großzügige Hilfe für Betroffene, konzentrieren. Die finanziellen Hilfen von Land und Bund seien inzwischen in die Wege geleitet worden. Man müsse aber nun auch dafür sorgen, dass sich Katastrophen mit solchem Ausmaß nicht noch einmal wiederholen können, vor allem nicht alle zehn Jahre. Der Begriff des Jahrhunderthochwassers sei mittlerweile ein Witz, belächelt Flisek. Mehrere Hochwasserkatastrophen und deren existenziellen Folgen könne man nicht einer Familie, der stärksten Frau oder dem stärksten Mann zumuten. Flisek forderte in diesem Zusammenhang eine politische Weichenstellung. Natürlich gehe der Menschenschutz – der Schutz des Lebens der Menschen vor Ort – vor. Man könne aber nur Menschen im Einklang mit der Natur schützen. Flutkatastrophen könne man nicht einfach nur wegbetonieren, so der SPD-Mann. Man brauche andere Ansätze, Konzepte und Ausgleichsflächen. Er forderte nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen, und nicht so wie bisher jahrzehntelang auf einen völlig unsinnigen Donauausbau zu setzen, Millionensummen für eine unsinnige Studie aus dem Fenster zu schmeißen, und anstatt den Menschen die Pistole auf die Brust zu setzen den Hochwasserschutz umzusetzen. In den nächsten Jahren müssen die politischen Weichenstellungen erfolgen, forderte Flisek, der für seine Worte stets großen Beifall vom Publikum erhielt. „Wir dürfen nicht wieder weitere zehn Jahre vergehen lassen, ohne in Sachen Hochwasserschutz voranzukommen.“ Premiere bei FFW-Jubiläum OB Christian Ude bezeichnet sich als Münchens oberster Feuerwehrmann, im Katastrophenfall auch der oberste Katastrophenschützer, doch sei es für ihn eine Premiere als Festredner bei einem Feuerwehrjubiläum. Ude erzählte vom letztjährigen gefährlichen Einsatz in Schwabing, bei dem eine Kriegsbombe mit einem chemischen Zünder entdeckt und entschärft wurde, und dabei eine krasse Erfahrung gemacht wurde. Es war einer der gefährlichsten Einsätze, die Feuerwehrleuten zugemutet wurden. Es wurde dabei die Erfahrung gemacht, dass die freiwillige Feuerwehr überall unentbehrlich sei. Ohne diese Bereitschaft, auch Gefahren für die eigene Person in Kauf zu nehmen, um Hilfe zu leisten, um Schaden abzuwenden. Ude dankte dabei den Feuerwehrkameraden und Kameradinnen für ihr alltägliches Engagement, für die ununterbrochene Bereitschaft Hilfe zu leisten. Es sei ein enormer Beitrag für unser aller Sicherheit, so Ude. Das Hochwasser zeigte, wie die Bevölkerung auf die Kameraden angewiesen ist. Feuerwehrler leisteten rund um die Uhr Einsätze, damit eine Gefahr abgewendet werden kann. Sie retteten Personen und Tiere aus den Wohnungen und Ställen sowie Sachwerte, so gut es ging. Die Katastrophe zeigte, dass es ohne ehrenamtliche Helfer nicht gehe. Ehrenamt könne man mit keinem Geld der Welt bezahlen, was hier geleistet wurde. Auch die Gefährlichkeit wurde angesprochen, die immer mit einem Risiko verbunden sei. Bürgermeister Bernhard Feuerecker, zum Beispiel, verletzte sich bei einem Rettungseinsatz. Der oberste Feuerwehrmann Ude begründete in seiner Kundgebung unter anderem auch, warum er beim Hochwasser lieber umfangreiche Hilfen der Stadt München für Passau organisiert habe, statt sich, wie andere Politiker, vor Ort fotografieren zu lassen und den Rettungskräften im Weg zu stehen. So organisierte er Experten, die in die Krisengebiete fuhren, um unter anderem bei der Trinkwasserversorgung oder bei der Schlammbeseitigung mitzuhelfen, auch stellte er Truppenführungskräfte, Sachverständige zur Verfügung. Auch im Nachhinein würde sich Ude für die konkrete Hilfeleistung, als für einen Fototermin für die Journalisten entscheiden, so der SPD-Spitzenkandidat. Konsequenzen ziehen „Mit einem Hochwasser muss man schon etwas gründlicher umgehen“, erklärte Ude. Es gehe ihm dabei nicht um Rechthaberei und Schuldzuweisung, sondern dass man nun von der Katastrophe die richtigen Konsequenzen ziehen könne. Es zeichne sich ab, dass nun doch einige zur besseren Einsicht kommen. Im Juli letzten Jahres besuchte er die Mühlhamer Schleife. Er warb mit weiteren Politikern, endlich nach 40-jährigem Streit und zehn Jahren nach dem Bundestagsbeschluss 2002 für die naturbelassene Donau, diese Weichenstellungen zu akzeptieren und die Betonpläne mit Staustufen fallenzulassen, für die noch vollkommen sinnlos 30 Millionen Euro verpulvert wurden, obwohl vorher schon bekannt war, dass die Betonierung der Donau in diesem wunderbaren Abschnitt keine Chance habe. Es sei ein Betonprojekt aus den vergangenen Zeiten, das nicht auf der Höhe unseres Naturschutzes und der Ökologie sei. Diese Pläne gehörten endlich beiseitegelegt, damit man sich auf die überfällige Aufgabe des Naturschutzes und des Hochwasserschutzes konzentrieren kann. Zum Donau-Ausbau nannte Ude Rot-Grün als jene, die sich bereits vor einem Jahrzehnt im Sinne der Erhaltung der Natur dagegen ausgesprochen haben. Man freue sich nun über die späte Einsicht der CSU, die nicht mehr auf die Betonkopfmentalität setze und den Willen der Bürger akzeptiere. Doch sei der Kurswechsel mindestens ein Jahrzehnt zu spät. Ude sprach von einer Vernachlässigung des Hochwasserschutzes. Es sei unfair, die Landwirte als Sündenböcke für das Scheitern des Hochwasserschutzes hinzustellen. Auch kreidete er der seit 50 Jahren geführten CSU-Regierung Versäumnisse, Verzögerungen und Benachteiligung an. Ude sprach dabei die Bereiche Infrastruktur, Schule, Ausbildung, Breitbandversorgung, Straßen- und Schienenverkehr an. Die Kampagne der SPD laute: Wir bringen das Land ins Gleichgewicht. Es sei eine absurde Vorstellung, dass jemand nur für den Ort arbeite, oder nur für den Ort, in dem er selbst lebt oder geboren wurde. Damit das Land ins Gleichgewicht komme, brauche man im ländlichen Raum bessere Bildungsangebote sowie eine bessere Infrastruktur. Wachstumskerne müssen ins Gleichgewicht gebracht werden, so dass sie nicht aus den Nähten platzen, strukturschwache Gebiete müssen erst recht bessere Bildungsangebote, eine bessere Infrastruktur haben, um attraktiv zu bleiben. Als Oberbürgermeister von München habe er immer dafür gekämpft, strukturschwache Gebiete und die Finanzkraft ins Gleichgewicht zu bringen. Im ländlichen Raum erkenne man immer stärker, so Ude, wie wichtig Bildungsangebote seien. Davon müsse es noch mehr geben, damit Frauen Familie und Beruf in Einklang bringen können. Im ländlichen Raum unverzichtbar sei die wohnortnahe Schule. Kinder gehörten in die Schule und nicht in den Schulbus. Die wohnortnahe Schule müsse erhalten bleiben, das Schulsterben dürfe nicht weitergehen, so Ude. Man müsse schulische Konzepte dagegen setzen. An der Infrastrukturpolitik hatte Ude auszusetzen, dass keine Projekte fertiggestellt werden – überall gebe es nur Abschnitte von Straßen und Autobahnen. Auch bei der Breitbandversorgung im ländlichen Raum hapere es. Es müsse ein ausreichender Netzanschluss gewährleistet werden, eine flächendeckende Versorgung müsse sichergestellt sein. Doch könne man alles nicht zum Nulltarif haben. Ude erhielt für seine Worte langanhaltenden Applaus und Standing Ovation. SPD-Kreisvorsitzender Ewald Straßer ehrte im Anschluss Michael Baumgartner für sein über 20-jähriges Engagement und Wirken als SPD-Ortsvorsitzender von Auerbach mit einer Urkunde und einem Präsent. Osterhofens 2. Bürgermeister und SPD-Ortsvorsitzender Thomas Etschmann dankte seinem SPD-Kameraden Robert Kröll, dass er es schaffte, den SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude nach Thundorf zu holen. Dank galt auch den Feuerwehrkameraden, allen voran Josef Hanus, die dieses tolle 125-jährige Gründungsfest auf die Beine stellten. Christian Ude habe bewiesen, dass Bayern einen neuen Ministerpräsidenten brauche, und dass Christian Ude der richtige Mann der SPD sei, der in Bayern eine moderne und gerechte Politik möchte, der dem Machtmissbrauch und die Misswirtschaft der CSU beenden will. Eins wurde heute klar, so Etschmann: „Die SPD steht auch 150 Jahre nach ihrer Gründung für die richtigen Werte und die SPD hat mit Christian Ude einen erfahrenen und kompetenten Spitzenkandidaten.“ Ude sei ein Garant für das Wirtschaftswachstum. Ude stehe für einen Stilwechsel, es habe bisher in seiner Laufbahn keinen einzigen Skandal gegeben. Sein Appell an die Festzeltbesucher: „Mehr Ude wagen!“ Christian Ude erhielt von Thomas Etschmann zur Erinnerung das Buch „Niederbayern – Ein Reise-Lesebuch“. Neben den politischen Ehrengästen begrüßte der Vorsitzende der Thundorfer Feuerwehr auch Bürgermeisterin und Schirmherrin Liane Sedlmeier, Festmutter Brigitte Sedlmeier und Fahnenmutter Annemarie Buchner.

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