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Damit uns das Wasser nicht wieder bis zum Hals steht

Osterhofener Zeitung 08.08.2014

SPD-Abgeordnete wollen schnellen Hochwasserschutz realisiert sehen

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Ewald Straßer, Ruth Müller, Bernhard Roos, Robert Kröll

Am idyllisch an der Donau gelegenen Biergarten in Osterhofen/Mühlham trafen sich die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Bernhard Roos (Passau) und Ruth Müller (Landshut) mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Ewald Straßer (Markt- und Kreisrat aus Hengersberg) und dem SPD-Stadtrat Robert Kröll aus Osterhofen, um ein Jahr nach der Flutkatastrophe die Auswirkungen des Hochwassers und vor allem die bevorstehenden Schutzmaßnahmen zu besprechen.
Robert Kröll, der als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Haardorf beim Juni-Hochwasser 2013 vor Ort aktiv mit dabei war, zeigte den beiden Landtagsabgeordneten, wie hoch das Wasser damals gestanden habe. Und Ewald Straßer ergänzt: „Unsere niederbayerische Heimat ist mit der Donau verbunden. Die Menschen hier leben am und mit dem Fluß. Ein zügiger Ausbau des Hochwasserschutzes über die kommunalen Grenzen hinweg ist dringend erforderlich“. Im Übrigen stellt sich der Kreisvorsitzende an die Seite der Bürger, die um Fristverlängerung für eine Umrüstung der Ölheizungen gebeten haben, damit die noch im Frühjahr 2014 gefüllten Tanks entleert sind.

Die Donau wird in Niederbayern von zahlreichen Nebenflüssen gespeist, bis sie im Landkreis Deggendorf ankommt und führt so naturgemäß mehr Wasser mit sich, was bei Starkregenereignissen oder Schneeschmelze dann zu Hochwassersituationen führt. „Eine Begradigung der Donau würde dies noch zusätzlich beschleunigen“, befürchtet Kreisvorsitzender Ewald Straßer und hofft deshalb, dass das Wort von Horst Seehofer gilt, der sich – entgegen der CSU-Linie – für einen „sanften Donauausbau“ ausgesprochen hat.
Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die sich auch von der Situation in Parkstetten im Landkreis Straubing ein Bild gemacht hat, betont, dass nun über kommunale Grenzen hinweg ein zügiger Ausbau des Hochwasserschutzes erfolgen muss. Dazu gehören auch Polder und Deichrückverlegungen entlang der Donau. Die Geldmittel müssen zügig fließen, damit die Verbesserungsmaßnahmen für den Hochwasserschutz innerhalb weniger Jahre realisiert werden können, waren sich die beiden Abgeordneten Ruth Müller und Bernhard Roos einig. Die niederbayerischen Landtagsabgeordneten der SPD werden einen entsprechenden Antrag im Bayerischen Landtag einbringen, der ein schnelles und effektives Handeln zum Ziel hat. Der Passauer Landtagsabgeordnete Bernhard Roos berichtete über die Hochwasserschutzmaßnahmen in seiner Heimatstadt, die im vergangenen Jahr mehrere Tage unter Wasser stand. Ähnlich wie in Bogen sind die Trinkwasserbrunnen der Stadt Passau im Poldergebiet. Deshalb will die SPD erreichen, dass ausreichend Finanzmittel für eine Ertüchtigung von Trinkwasserbrunnen und Kläranlagen bereit gestellt werden. „Trinkwasser ist unser höchstes Gut – das muss geschützt werden“, so Bernhard Roos. Und Trinkwasserbrunnen in Poldergebieten benötigen eben besondere Schutzmaßnahmen.

SPD verabschiedet verdiente Kreisräte

Osterhofener Zeitung 10.07.2014

Dank an Ambros Pronold und Ludwig Kandler bei Fraktionstreffen im Vilstal

Verabschiedung Kreisräte II

Galgweis. Im Rahmen einer Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion am Sonntag im Landgasthof Hötzl hat Bürgermeister Bernhard Feuerecker aus Künzing als Fraktionssprecher die ausgeschiedenen Kreistagsmitglieder Ludwig Kandler und Ambros Pronold verabschiedet. Besonders begrüßte Feuerecker in dieser Runde den Landesvorsitzenden der Bayern-SPD und parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold, 3. Landrat Eugen Gegenfurtner, Bürgermeister Josef Streicher, 2. Bürgermeister Thomas Etschmann sowie Kreisvorsitzenden Ewald Straßer.
In seiner Dankesrede erinnerte Feuerecker an die jahrzehntelange Mitarbeit von Ludwig Kandler und Ambros Pronold im Kreistag des Landkreises Deggendorf und die zahlreichen Verdienste der beiden durchaus streitbaren, aber stets geachteten Kollegen. Der Fraktionssprecher äußerte auch den Wunsch, dass die Beiden mit ihren reichen Erfahrungen den jüngeren Kreistagsmitgliedern weiterhin beratend zur Seite stehen.
Ambros Pronold bedankte sich auch im Namen von Ludwig Kandler für die ehrenden Worte und erinnerte an einige Auseinandersetzungen in den vergangenen Kreistagsperioden. Landesvorsitzender Florian Pronold dankte Ludwig Kandler, der sich über Jahrzehnte große Verdienste für seine Gemeinde und den Landkreis erworben habe. Pronold stellte auch fest, dass es für einen Sohn schwierig sei, seinen eigenen Vater zu loben. Für ihn bleibe unvergessen, wie sein Vater ihn seit früher Kindheit an politische Themen heranführte, ohne ihn zum Eintritt in die SPD zu drängen. – oz

SPD-Kreisverband nimmt Stellung zur Situation auf der A3

Bei der jüngsten Vorstandssitzung des SPD Kreisverbandes Deggendorf in Schöllnach hat Kreisvorsitzender Ewald Straßer auf die Problematik der A3 zwischen Regensburg und Passau hingewiesen.

„Auf dieser Autobahn herrscht Krieg – 2014 schon 300 Unfälle“, titelte bereits die Passauer Neue Presse, bemerkenswerte Verstöße hat die Polizei bei erneuten Verkehrskontrollen auf der A3 festgestellt. Kontrolliert wird nun verstärkt, außerdem hat die Polizei zwischen Deggendorf und Passau bereits vermehrt Abstandsmessungen durchgeführt.

Der SPD Kreisverband spricht sich vehement für ein festes Tempolimit von 130km/h aus und plädiert für ein ganzjähriges LKW-Überholverbot. Ferner sollten dauerhafte Kontrollen mit Geschwindigkeits-und Abstandsmessungen in beiden Richtungen durchgeführt werden. In einigen Regionen Deutschland´s werfen sogar speziell ausgerüstete Fahrzeuge einen Blick in die Führerhäuser von Lkws – um zu kontrollieren, ob deren Augenmerk auch wirklich auf die Verkehrssituation gerichtet ist. Nichts ist geeigneter, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, war sich die SPD-Kreisvorstandschaft einig. „Der stark gestiegene Lkw-Verkehr und insbesondere die „Elefantenrennen“ haben dazu geführt, dass seit einigen Jahren ohnehin über ein generelles Lkw-Überholverbot diskutiert wird“, so Kreisvorsitzender Ewald Straßer. Was den Verkehrslärm für unsere an der Autobahn liegenden Kommunen betrifft, kann ein Flüsterbelag zumindest Linderung herbeiführen.

Straßer hat sich nun an die Bundestagsabgeordneten Staatssekretär Florian Pronold und Rita Hagl-Kehl gewandt und um Unterstützung gebeten.

 

Der SPD-Kreisverband gratuliert

Der SPD-Kreisverband gratuliert Eugen Gegenfurtner sehr herzlich zur Wahl zum stellvertretenden Landrat. In der konstituierenden Sitzung des Kreistags sprach sich die klare Mehrheit des Gremiums für Eugen Gegenfurtner als einen der Stellvertreter des Landrates aus. Landrat aus.

„Eugen Gegenfurtner ist ein äußert versierter und erfahrener Kommunalpolitiker, der mit seiner konzentrierten Art und seiner hohen Sachkenntnis fraktionsübergreifend geschätzt wird“, sagt Kreisvorsitzender Ewald Straßer. „Ich bin sicher, dass er in den kommenden sechs Jahren einen wichtigen Anteil an der konstruktiven Zusammenarbeit aller Fraktionen beitragen wird.“

Die SPD-Kreistagsfraktion votierte vorab einstimmig dafür, Eugen Gegenfurtner ins Rennen um das Amt des stellvertretenden Landrat zu schicken.

Wir sagen Danke

Vielen Dank für Ihre Stimmen und Ihre Unterstützung zur Kreistagswahl.

Wir werden uns weiterhin für die Belange der Menschen in unserer Heimat einsetzen.

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Ihre Kreisräte für den Landkreis Deggendorf :

1. Bruni Irber

2. EugenGegenfurtner

3. Bernhard Feuerecker

4. Thomas Etschmann

5. Ewald Straßer

6. Roman Staudinger

7. Karlheinz Hierzegger

8. Josef Streicher

9. Georg Weiß

10. Florian Pronold

 

 

 

 

Unser Wahlflyer

(klick) alles auf einen Blick

Unsere Kandidaten zur Kommunalwahl / Kreistag 2014 (klick) alle auf einen Blick

Antrag der SPD Kreistagsfraktion

Sehr geehrter Herr Landrat,

lieber Christian,

die Konsequenz aus der Flutkatastrophe 2013 muss eine möglichst schnelle Umsetzung des Hochwasserschutzes an der Donau und der Isar sein. Um die Probleme nicht immer weiter stromabwärts weiterzureichen ist es notwendig Retentionsräume und Polderflächen zu schaffen. Allein der Polder in Steinkirchen soll ein Fassungsvermögen von ca. 20 mio. Kubikmetern aufweisen.

Wenn diese technisch notwendige und richtige Vorgehensweise bei uns im Landkreis angewandt wird, dann müssen wir die gleiche Vorgehensweise auch von den Oberliegern einfordern. Die Polder an der Öberauer Schleife wurden von 12 mio. Kubikmetern auf 9 mio. Kubikmeter verkleinert. Derzeit wird diskutiert, dass im Regensburger Bereich Retentionsräume weiter reduziert bzw. nicht geschaffen werden sollen. Die Ermöglichung von Industrie- und Gewerbegebieten am Oberlauf darf nicht zu Reduzierung von dringend notwendigen Retentionsflächen führen. Auch bei uns im Landkreis Deggendorf gibt es ja massive Einschränkungen bzgl. der Ausweisung von Baugebieten in überschwemmungsgefährdeten Gebieten bzw. in Polderflächen.

Der Kreistag möge beschließen:

Der Landkreis Deggendorf setzt sich für eine schnellstmögliche Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen ein. Der Landkreis Deggendorf setzt sich im Verfahren für den Erhalt der vorhandenen Retention- und Polderflächen im Oberlauf ein.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Feuerecker

SPD-Kreisverband nominiert Kreistagskandidaten

Osterhofener Zeitung 28.11.2013

Nominierungsversammlung stimmt Kandidatenliste einhellig zu

Kreisliste

Osterhofen. Der SPD-Kreisverband Deggendorf hat am Samstag nach eigenem Bericht im Gasthaus „Goldener Löwe“ seine Nominierungsversammlung für die Kreistagswahl gehalten. Dazu begrüßte Kreisvorsitzender Ewald Straßer neben Kommunalpolitikern aus dem Landkreis die Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl, MdB a.D. Bruni Irber, Altbürgermeister Ludwig Kandler und den Juso-Unterbezirksvorsitzenden Manuel Dull aus Neuhausen/Offenberg, Bürgermeister Josef Streicher aus Lalling, Juso-Kreisvorsitzenden René Gomm, die SPD-Kreisvorsitzende von Freyung-Grafenau Bettina Blöhm sowie den Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Bürgermeister Bernhard Feuerecker aus Künzing. Nach dem Grußwort von Osterhofens 2. Bürgermeister Thomas Etschmann gab Rita Hagl-Kehl einen Bericht über die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin. Bruni Irber wurde zur Versammlungsleiterin bestimmt, Unterstützung erhielt sie von Gabriele Pielmeier, Mitarbeiterin des SPD-Büros Passau, und der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Inge Slowik. Nach der persönlichen Vorstellung aller Kreistagskandidaten erbrachte die Abstimmung ein einstimmiges Ergebnis über die Kreistagsliste und die vorgeschlagenen Ersatzkandidaten. Mit „100 Prozent Zustimmung“ beweise SPD im Landkreis große Einigkeit und sorge so für den nötigen Rückhalt für die Kandidatinnen und Kandidaten, führte SPD-Kreisvorsitzender Ewald Straßer aus und betonte die kommunalpolitische Erfahrung der Kandidaten: „Eine gesunde Mischung auf unserer Liste war uns ein großes Anliegen. Dies ist uns gelungen.“ Mit einem „Glück auf“ beendete der Kreisvorsitzenden die harmonisch verlaufende Aufstellungskonferenz und wünschte allen für die Kommunalwahlen 2014 viel Erfolg. – oz

DIE KREISTAGSKANDIDATEN:

Bernhard Feuerecker, Brunhilde Irber, Ewald Straßer, Georg Weiß, Eugen Gegenfurtner, Kurt Kindel, Josef Streicher, Dr. Roman Staudinger, Manuel Dull, Ambros Pronold, Karl-Heinz Hierzegger, Herbert Petrilak-Weissfeld, Wolfgang Lorenz, Thomas Etschmann, Kurt Bayer, Ingeborg Slowik, Karl-Heiniz Stallinger, Franz Heitzer, Evelyn Rauch, Harald Schiller, Sabine Liebhaber, Sabine Schmid, Werner Kraus, Thomas Müller, Insa Pfeiffer-Ruhland, Heidi Vaitl, Richard Anzenberger, Alfred Trumm, Mustafa Yilmaz, Robert Kröll, Josef Falter jun., Peter Wolf, Edith Auerhammer-Bergs, René Gomm, Erich Hermann, Nikolaus Walther, Heidi Straßer, Dr. Hans-Jürgen Sagstetter, Reinhold Gems, Max Rüpl, Herbert Stadler, Franz Ninding, Karl-Heinz Rösner, Karl Mader, Matthias Meier, Christian Bauer, Wolfgang Schwarz, Hermann Wittenberg, Sabine Feuerecker, Stephan Wagner, Helmut Simmerl, Peter Rosenberger, Richard Schmid jun., Johann Sonnleitner, Gerhard Weber, Elisabeth Anzenberger, Thomas Jenner, Michael Baumgartner, Raimund Nadolny, Florian Pronold. – oz

Menschenfreund mit Ausdauer und Tiefgang

Passauer Neue Presse 27.08.2013

Ewald Straßer (55) aus Hengersberg tritt als Direktkandidat für die SPD an

Ewald MdL

Von Wendelin Trs
Hengersberg. Der Reporter habe schon mal die richtige Farbwahl für sein knallrotes Hemd getroffen. Ewald Straßers Kommentar zur Oberbekleidung seines Gegenübers ist scherzhaft gemeint, denn politisches Lagerdenken ist dem SPD-Direktkandidaten für den Wahlkreis Deggendorf ein Gräuel. „Das bringt uns nicht weiter“, sagt Straßer. Für den Hengersberger zählen Argumente.
Als Politiker sieht er es als seine Aufgabe an, für die Menschen in der Kommune, in der Region da zu sein, ihre Interessen zu vertreten und sich für sie einzusetzen. Ewald Straßer sieht das als Verpflichtung: „Als Marktrat bin ich für alle Bürger gewählt, auch für den Nichtwähler. Darum muss ich für ihn da sein, wenn er Hilfe braucht.“ Seit Jahren sitzt


„Glaubwürdigkeit hat
mit der Person zu tun“


Straßer für die SPD im Hengersberger Marktrat, wo Lagerkämpfe nicht gerade selten sind. Doch Straßer will sich raushalten und das Beste für die Sache erreichen. „Ich versuche, mich im Vorfeld bestmöglich über ein Thema zu informieren“, erklärt er. Darum hält er es auch für verwerflich, wenn Politiker nur in Schienen denken, die nur bis zum nächsten Wahlkampf reichen.
„Glaubwürdigkeit hat etwas mit der Person zu tun“, erklärt Straßer den Slogan des SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude: „Politik, die Wort hält“. Dann kann auch ein Ewald Straßer mit dem politischen Gegner hart ins Gericht gehen, wenn Ministerpräsident Seehofer „alle fünf Minuten“ anders entscheide und der politische Mitbewerber Ideen der SPD übernehme. Breitbandversorgung, Stärkung des ländlichen Raums und Donauausbau nennt Straßer als Beispiele. Er traue dem ganzen Procedere noch nicht, dass die „staatstragende Partei“ gänzlich auf eine Staustufe verzichte. „Warum gibt es dann noch immer kein Planfeststellungsverfahren für die letzten 15 Kilometer?“, fragt sich Straßer und wundert sich, dass die Staatsregierung nun plötzlich den Hochwasserschutz von der Ausbaufrage entkopple, nachdem sie die angebliche Verknüpfung jahrelang betont hätte.
Persönlich steht Straßer beim Donauausbau für eine Nulllösung: Vielmehr müsse das Riesen-Potenzial des Flusses für Erholung und Tourismus viel stärker genutzt werden. Eine gesunde Natur und nachhaltiges Wachstum – das sind Ewald Straßers Themen im Landtagswahlkampf. Für den Sozialdemokraten gilt es dabei darauf zu achten, auch den Bürger mit kleinem Geldbeutel im Auge zu behalten, damit Energie bezahlbar bleibt. Für Straßer heißt dies, Energie dort zu produzieren, wo sie gebraucht wird – Windräder also auch in Niederbayern.
Straßer ist in vielen Vereinen engagiert. Tief verwurzelt in Niederbayern, liegt ihm der ländliche Raum besonders am Herzen. Da schmerzen ihn Schulschließungen wie eben erst in Schaufling besonders, denn ihm ist klar: Ohne Schule sinken Perspektiven und Attraktivität eines Ortes. Das gleiche gelte für die medizinische Versorgung auf dem Land.
Sozusagen in die Wiege gelegt wurde Ewald Straßer das soziale Engagement. Noch mit 77 Jahren engagiert sich seine Mutter täglich ehrenamtlich im Altenheim. Das soziale Engagement des Verwaltungsfachangestellten beim Zweckverband Abfallwirtschaft Donau-Wald geht weit über seine politischen Aktivitäten hinaus. Straßer ist Gründungsmitglied im Trägerverein des Eine-Welt-Ladens und noch heute unterstützt er in Sri Lanka Opfer des Tsunamis von 2004. „Die Schwachen muss man tragen“, so einer seiner Leitsprüche. Schon in jungen Jahren war Straßer bei den Pfadfindern und engagiert sich seit Jahren in der Lebenshilfe, seit einiger Zeit auch in der Vorstandschaft. „Inklusion bedeutet die Teilhabe behinderter Menschen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, auch die Einbindung in politische Entscheidungsprozesse“, erklärt Straßer. Sein Ziel ist es, inklusive Bildungseinrichtungen auszubauen von der Kinderkrippe bis zur beruflichen Aus- und Weiterbildung. Bayern müsse barrierefrei werden.
Seine politische Heimat fand Straßer in der SPD. Vor zehn Jahren holte ihn Bruni Irber in ihr Wahlkampfteam. Mittlerweile ist er Orts- und Kreisvorsitzender, stellvertretender Unterbezirksvorsitzender und Mitglied im Bezirksvorstand sowie ferner im Landesvorstand von „Selbst Aktiv“, einem SPD-Netzwerk, das sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzt.
Seit 2010 ist der heute 55-Jährige mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Heidi verheiratet. Wenn es seine Zeit erlaubt, schwingt sich Straßer auf den Sattel seines Rennrads. Viel Ausdauer war gefragt bei etlichen


Nur noch selten
taucht er unter


Radmarathons, die Straßer in ganz Niederbayern mitmachte. Tiefe Einblicke gewährt ihm sein zweites Hobby. „Ich kenne fast alle niederbayerischen und österreichischen Seen unter Wasser“, sagt der passionierte Sporttaucher. Mittlerweile schnallt er sich die Ausrüstung fast nur noch um, wenn er Freunde in Sri Lanka besucht. „Ich seh’ es einfach nicht mehr ein, dass ich bei vier Grad Kälte in den Attersee steige.“
Nicht einsehen will Straßer auch, dass Ostbayern länger von der Bahn abgehängt wird. Hier sieht er großen Nachholbedarf und fordert eine bessere Anbindung der Region und ein zukunftsweisendes Konzept für eine Bahnstrecke Prag-Plattling-München. „Es ist zeitintensiver, mit der Bahn von Plattling nach Prag zu kommen als nach Paris“, verdeutlicht er und spricht sich auch für eine Verlagerung des Gütertransports weg von der Straße, hin zur Schiene aus.
Bei einer Zugfahrt hätte Straßer dann vielleicht auch wieder mehr Zeit zu lesen. „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ hat er zuletzt gelesen, denn neben Klassikern gefallen ihm Bücher mit hintergründigem Humor. Man dürfe sich eben selbst nicht zu wichtig nehmen, und solle lieber über sich statt über andere lachen – ein Menschenfreund. Ein Einhauen auf die Verwandtenaffäre beim politischen Gegner käme für Straßer nie in Frage.

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